Auszug aus der Projektbeschreibung

Konkretes Projektziel:

Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung der europäischen Antidiskriminierungsstandards in Montenegro, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina
zu wecken und Kenntnisse über die diesbezüglichen europäischen Rechtsnormen und die Praxis des  Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu vermitteln.

3. Projektziele und Hintergrund

3.1. Bedeutung des Themas

  • Das europäische Antidiskriminierungsrecht (Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte,  Antidiskriminierungsrichtlinien sowie Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten) hat nicht nur eine zentrale rechtliche Bedeutung, sondern die Vermeidung von Ungleichbehandlungen und Diskriminierung ist auch für stabile Zivilgesellschaften unabdingbar.
  • Dies gilt insbesondere für die Staaten Südosteuropas, in denen Verstöße gegen das Diskriminierungsverbot insbesondere wegen der zurückliegenden und noch schwelenden ethnischen Konflikte,  aber auch deshalb, weil sich bei diesen Gesellschaften um sehr traditionell-konservativ und patriarchalisch geprägte Gemeinwesen handelt, eine besondere Bedeutung zukommt. Tatsächlich ereignen sich in diesen Staaten beinahe tagtäglich  Diskriminierungen, bis hin zur gewaltsamen Übergriffen, insbesondere wegen der nationalen oder religiösen Zugehörigkeit oder  wegen der sexuellen Orientierung.
  • Aus diesen Gründen stellt die Implementierung der europäischen Antidiskriminierungstandards  dort einen wesentlichen Beitrag zum wirksamen Schutz bedrohter Menschenrechte, aber auch zur Stabilisierung der Region und der Zivilgesellschaft dar.
  • Hier ist davon auszugehen, dass nur dann, wenn die juristischen Fachkreise und die staatlichen Behörden (einschließlich der Polizei) sensibilisiert werden könne, das Bewusstsein der allgemeinen Öffentlichkeit wächst, da e sich hierbei u wichtige Multiplikatoren und Vorbilder handelt..
    Das Thema ist in der gesamten Region wichtig, wie insbesondere bedauernswerte gewaltsame Übergriffe auf Homosexuelle, wie sie in Serbien und Montenegro vorgekommen sind, zeigen. Montenegro wurde als Ausgangspunkt für das Projekt gewählt, da dort die politischen und organisatorischen Voraussetzungen günstig erscheinen (s. dazu noch unten) Da zu den Nachbarstaaten keine sprachlichen  Unterschiede, welche die Kommunikation erschweren würden, bestehen, können die in diesem Projekt erstellten Materialien überall in der Region genutzt werden, und jeweils auch Teilnehmer und Referenten aus anderen Staaten der Region zu den Aktivitäten hinzugeladen werden.  

4. Projektmaßnahmen
4.1. Das Projekt in der Übersicht

  • Das Projekt gliedert sich in zwei Hauptphasen:

Erstellung von Arbeitsmaterialien (Publikationen) zum europäischen Antidiskriminierungrecht in bosnisch-kroatisch-montenegrinisch -serbischer Sprache

Förderung  von Kenntnissen zum Europäischen Antidiskriminierungsrecht durch Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen, insbesondere vor Multiplikatoren in verschiedenen Staaten der Region

  • Durch die Kombination von adressatengerecht aufbereiteten Arbeitsmaterialien mit anschließenden Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen etablierter Institutionen in der Region als Pilotveranstaltungen für die turnusmäßige Behandlung dieses Themas in den weiterlaufenden Programmen dieser  Institutionen, wird auch die Nachhaltigkeit des Projekts gesichert.