Mazedonien: Veranstaltung zu Art. 5 und 10 EMRK

Die IRZ arbeitet im Westbalkan intensiv mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Publikationen zur EMRK und der Rechtsprechung des EGMR in die jeweiligen Landessprachen übersetzt und anschließend in Zusammenarbeit mit den jeweiligen nationalen Projektpartnern der IRZ der Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem stellt sie das EGRM auf dessen Homepage bereit.
 
Jüngste diesbezügliche Aktivität war die von der IRZ erstellte mazedonische Fassung des \\\"Führers zu Art. 5 EMRK\\\" und des \\\"Forschungsberichts über die positiven Verpflichtungen gemäß Art. 10 EMRK\\\", die Themen berühren, die auch in der mazedonischen Rechtswirklichkeit von Bedeutung sind. Diese wurden am 24. Oktober 2014 bei einer von großem Medieninteresse begleiteten Veranstaltung vorgestellt.

Ausgerichtet worden war diese von der IRZ in Zusammenarbeit mit dem Ombudsmann, der Rechtsanwaltskammer und der Akademie für die Richter und Staatsanwälte. Besondere Beachtung fand der Vortrag der mazedonischen Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Frau Dr. Mirjana Lazarova Trajkovska zum aktuellen Thema \\\"Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Bezug auf die Freiheit der Meinungsäußerung und das Internet\\\".

Hieran schloss sich eine lebhafte Diskussion. Grußworte hatte zu Beginn die deutsche Botschafterin Dr. Christine D. Althauser gehalten. Außerdem sprachen die Stellvertreterin des Ombudsmannes Vaska Bajramovska - Mustafa, der Stellvertretende Präsident der Anwaltskammer Boro Tasevski und Donche Boskovski, Mitarbeiter eines Projekts des Europarates. Die vorgestellte Publikation ergänzt die bisherigen, von der IRZ in mazedonischer Sprache herausgebrachten Veröffentlichungen in mazedonischer Sprache.

Dazu gehören u.a. eine Übersetzung der deutschen StPO, die mit einer an die mazedonische Rechtslage angepassten Einleitung versehen ist, in der die Vorteile einer kontinentaleuropäisch orientierten Verfahrensordnung hervorgehoben werden. Abgerundet werden diese Buchpublikationen durch die zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift „Evropsko Pravo“ (Europäisches Recht).